Neuer natural-running-kurs:
ab dem 18. April werden wir uns gemeinsam intensiv nicht nur mit einer Optimierung der Lauftechnik, sondern auch Koordinations-, Kräftigungs- und Strecthingübungen in Theorie und Praxis auseinandersetzen.
Das Seminar findet in Kooperation mit Footpower Dortmund statt. Weitere Infos und Anmeldung unter “Termine”
natural running laufkurs in dortmund

von Oliver Hauptstock:
Wir alle wollen laufend laufen – sind aber häufig verletzt, oder laufen unter Schmerzen. In meinem Fall führte ein wiederkehrender und irgendwann andauernder Schmerz in der Ferse im Dezember 2009 zuerst zum Orthopäden, dann zur Diagnose Haglund-Exostose und dann zu einer neuen Lauftechnik.

Bei der Haglund Exostose handelt es sich um eine Formabweichung am Fersenbein und eine Verkalkung am Achillessehnenansatz. Bei dauerhafter Belastung kann dies zu messerstichartigen Schmerzen führen. (Weitere Informationen zu Haglund und weiteren typischen Gelenkverletzungen finden sich unter http://www.gelenk-klinik.de/.)

Diagnose hin oder her, der Vergleich mit alten Röntgen-Aufnahmen zeigt, dass die Ferse auch vor 12 Jahren schon so aussah und links wie rechts gleich ausgeprägt ist.  Nach Jahren ständiger Reizung aber war das “Fass übergelaufen”. Die vorgeschlagene und auch einzig wirksame Therapie heißt in diesem Fall Schonung durch Reduzierung der Belastung und langfristig den Umstieg auf eine natürlichere Lauftechnik und anderes Schuhwerk, um den Haglund nicht weiter zu reizen.

Nachdem ich mich mit unterschiedlichen Lauftechniken auseinandergesetzt hatte (ich war seit meiner Kindheit leistungsorientierter Leichtathlet und bis dahin der Überzeugung, richtig zu laufen), überzeugte mich im Sommer 2010 das Konzept des natural running von Dr. Matthias Marquardt, denn hier basieren Technik und die dazugehörigen Übungen auf dem natürlichen Bewegungsablauf. Natürlich habe ich mich auch gefragt, warum das überhaupt notwendig ist und ob wir nicht alle intuitiv unserem natürlichen Bewegungsablauf folgen. Doch jahrelanges “Trainieren” auf harten Untergründen mit dickem, unbeweglichem Schuhwerk, das alles wirkt dem natürlichen Bewegungsablauf entgegen. Und aus eigener Erfahrung habe ich ja schließlich gemerkt: irgendetwas “läuft” falsch.

Einen Versuch war das Ganze zumindest wert. Seitdem trainiere ich nach der natural-running-Technik und kann nach der Umstellungsphase, trotz Haglund-Ferse, schmerzfrei und trotzdem leistungsorientiert trainieren.

Motiviert durch diese Erfahrung habe ich beschlossen (neben anderen verschiedenen Trainerausbildungen) mich 2011 zum natural running- Trainer ausbilden zu lassen und in Kooperation mit Footpower Dortmund dieses Wissen in natural runnnig-Laufkurse für Dortmund und Umgebung anzubieten (aktuelle Laufkurse unter: Termine).

von links nach rechts: rechter Fuss 12/2009, rechter Fuss 1998, linker Fuss 12/2009

Röntgenbild rechte Ferse 2009 Röntgenbild rechte Ferse von 1998 Röntgenbild linke Ferse 2009 zum Vergleich

Nach einer Studie nahmen mehr als 60% der Starter beim Bonner Marathon 2009 vor dem Start Schmerzmittel!! Der Medikamentenmissbrauch scheint weit verbreitet zu sein. Studien beim Jungfrau-Marathon 1992 und Bostan Marathon 2002 kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Nebenwirkungen wie Dickdarminfarkt, Nierenversagen oder Elektrolytstörungen scheinen in der Risiokoabwägung keine Rolle zu spielen. Auch eine Folgeuntersuchung 2010, in der die Teilnehmer vor dem Start über Gefahren bei der Einnahme von Schmerzmitteln gewarnt wurden, führte nicht zu anderen Ergebnisse.
mehr unter praxis-kuester.de

10.03.2012

Leguanos

Feste Socke mit Noppensohlen, wenn ich es mal so salopp umschreiben darf. Prinzipiell eigentlich ne feine Sache, aber ich komme mit den Leguanos nicht so recht zurecht. Hab sie gelegentlich mal zuhause an, nutze sie im Fitness beim Zirkeltraining, aber beim Laufen fühle ich mich nicht so recht wohl drin – die Socke rutscht mir zu sehr. Gerade wenn es mal nicht nur flach grade aus geht macht sich das bemerkbar. Verarbeitung ist OK aber meiner Meinung nach der Preis deutlich zu hoch.

10.03.2012

inov8 Oroc 280

OL- Schuh von inov8 mit Dopp-Spikes und 6mm Fersensprengung. Wohl der stabilste Schuh den ich von inov8 habe. Allerdings stellt Orientierungslauf an Schuhe auch höchste Anforderungen an das Material. Nachdem ich meine alten VJ-Schuhe aufgrund der Haglund-Exostose nicht mehr zum OL tragen kann, ist der sehr viel weichere Oroc die erste Wahl. Lieber würde ich die Baregrip nutzen, die wären aber nach dem ersten richtigen Orientierungslauf mit Unterholz und Brombeeren nicht mehr zu nutzen. Was ich bisher so gesehen habe sind die inov-8 Modelle nicht so robust wie Modelle anderer Hersteller. Selber hab ich den Oroc noch nicht so oft angehabt, um hier aus eigenen Erfahrungen sprechen zu können.

flach – leicht- schnell. Nur 3mm Fersensprengung, 6mm Sohlendicke, fast nicht vorhandene Fersenkappe. Für alle ebenen, trockenen Untergründe. Mein Straßenlaufschuh und ein zweites Paar für die Halle (z.B. fürs Zirkeltraining) hab ich auch noch. Obwohl so minimalistisch wie der Baregrip ist hier das Gewebe noch voll in Ordnung (da zeigt sich wohl der Unterschied der stärkeren Belastung, wenn man mit dem Baregrip so richtig im Dreck unterwegs ist).

5.03.2012

inov8 F-Lite 220

inov 8 F LIte

Meine ersten inov8 – Strassen und Freizeitschuh. 6mm-Srengung, weiches Fersenkissen, flache Sohle,schlicht, schlank, schwarz. Gleich zufriedenstellend beim Sylvesterlauf 2010 ausprobiert.  Gute Haltbarkeit. Mittlerweile ein neues Paar das allerdings mehr in der Freizeit getragen wird. Und als Straßenlaufschuh ersetzt durch den Road X-Lite 155

1.03.2012

inov8 bare-grip

inov 8 bare grip

Trail- und Barfuss-Schuh. Keine Sprengung, keine Dämpfung, kein Schnickschnack, dickes Stollenprofil für Super-Grip, leicht, schnell. Ideal für Trail und Cross. Leider, wie bei vielen extrem leichten und minimalistischen Schuhen, ist das Material vorne ein wenig dünn und zeigt bei mir schon nach etwas über einem halben Jahr erste Risse (die ich grad versuche zu kitten). Daher auch nicht für den Orientierungslauf geeignet und auch nicht unbedingt auf Wegen mit viele Steinen, da diese sich schon merklich, zusammen mit dem Stollenprofil, ins Fussbett drücken. Waldwege, sandige Strecken, matschige Wiesen > ideal.
Aktuell mein Offroad-Lieblingsschuh

Neopren-Surfschuh von Aqua-Phere mit fester Sohle. Einfacher Schuh und ideales Trainingsgerät für die Kräftigung der Fussmuskulatur. Im Gegensatz zur Neoprensocke nicht wasserdicht, sitzt auch durch die Doppelgröße nicht unbedingt bei jedem ideal am Fuss, aber durch die feste Sohle sind auch Steine oder Stöcke etc. beim Training kein Problem für den Fuss. Und auch kleinere Scherben stellen keine Verletzungsgefahr dar.  Die Sohle wiederum ist so dünn, dass die Füsse uneingeschränkt beweglich bleiben und ein ideales Trainnig der Fussmuskulatur möglich ist. Im Vergleich zu Leguano oder Five Fingers die deutlich günstigere Variante…